





Kursdetails
- Kursdauer: 30 Minuten
- Fortbildungstyp: Fachfortbildung
- Geeignet für: alle Mitarbeitenden im Gesundheits- und Sozialwesen, die Menschen mit einer Parkinson-Krankheit begleiten
Die Parkinson-Krankheit verstehen: Menschen kompetent begleiten
Die Parkinson-Krankheit zählt nach Alzheimer zu den häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen. Für beruflich Pflegende und andere Mitarbeitende im Gesundheits- und Sozialwesen gehört die Begleitung von Menschen mit Parkinson zunehmend zum Alltag. Die Erkrankung verläuft individuell, verändert sich im Laufe der Zeit und bringt vielfältige motorische, vegetative, sensorische sowie psychische Herausforderungen mit sich. Umso wichtiger ist es, die Erkrankung zu verstehen und betroffene Menschen fachlich kompetent sowie empathisch zu begleiten.
Der Kurs „Die Parkinson-Krankheit verstehen“ vermittelt grundlegendes Fachwissen über das Krankheitsbild und verbindet dieses mit praxisnahen Handlungsempfehlungen für den Berufsalltag. Neben den medizinischen Grundlagen wird auch die Perspektive der Menschen, die mit Parkinson leben, aufgezeigt. So gewinnen Teilnehmende ein tieferes Verständnis für die Auswirkungen der Erkrankung und lernen, Betroffene individuell zu unterstützen.
Inhalte und Ziele des Kurses
Zu Beginn des Kurses erhalten Sie einen fundierten Überblick über die Entstehung der Parkinson-Krankheit. Sie erfahren, welche Rolle die Substantia nigra und der Botenstoff Dopamin spielen und wie der fortschreitende Verlust von Nervenzellen zu den typischen Beschwerden führt.
Darüber hinaus lernen Sie den Unterschied zwischen einem Parkinson-Syndrom und der eigentlichen Parkinson-Krankheit kennen. Verständlich erläutert werden die drei Kardinalsymptome Bradykinese, Rigor und Tremor.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den unterschiedlichen Krankheitsphasen. Sie erfahren, welche frühen Warnzeichen bereits Jahre vor der Diagnose auftreten können und welche Veränderungen im fortgeschrittenen Verlauf zu erwarten sind. Dadurch können Sie Symptome besser einordnen und angemessen auf die Bedürfnisse der betroffenen Menschen reagieren.
Therapieformen und ihre Bedeutung im Pflegealltag
Die Behandlung von Parkinson umfasst weit mehr als die medikamentöse Therapie. Der Kurs vermittelt einen Überblick über wichtige Therapieansätze und zeigt deren Bedeutung für die pflegerische Begleitung.
Sie lernen die wichtigsten Medikamentengruppen kennen und erfahren, warum die pünktliche Verabreichung von Parkinson-Medikamenten entscheidend für den Therapieerfolg ist. Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Eskalationstherapien wie die „Tiefe Hirnstimulation“ verständlich erklärt.
Ein weiterer Fokus liegt auf unterstützenden Maßnahmen aus Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Der Kurs zeigt, wie beruflich Pflegende therapeutische Maßnahmen sinnvoll begleiten und die Selbstständigkeit von Menschen mit Parkinson möglichst lange fördern können.
Unterstützung bei körperlichen und psychischen Herausforderungen
Ein besonderes Merkmal dieses Kurses ist der starke Praxisbezug. Anhand realistischer Beispiele lernen Sie typische Symptome kennen, die Menschen mit Parkinson im Alltag erleben.
Thematisiert werden unter anderem:
- Freezing-Episoden und deren sichere Begleitung
- Einschränkungen der Feinmotorik
- Sturzrisiken und Sturzprophylaxe
- Sprech- und Schluckstörungen
- Kreislaufprobleme und Schlafstörungen
- Ängste, Depressionen und kognitive Veränderungen
- Halluzinationen und angemessene Reaktionen darauf
Sie erfahren, wie Sie Menschen mit Parkinson wertschätzend unterstützen, Sicherheit vermitteln und vorhandene Ressourcen stärken können. Dabei wird deutlich, wie wichtig eine ganzheitliche Betrachtung der Erkrankung ist.
Lernziele im Überblick
Nach Abschluss des Kurses können Sie:
- die Parkinson-Krankheit und ihre Entstehung erklären
- die drei Kardinalsymptome sicher benennen und beschreiben
- Menschen mit Parkinson bei motorischen Beschwerden gezielt unterstützen
- vegetative und sensorische Symptome erkennen und begleiten
- psychische Belastungen wahrnehmen und angemessen darauf reagieren
- pflegerische Maßnahmen an individuelle Bedürfnisse anpassen
Warum dieser Kurs wichtig ist
Die Zahl der Menschen mit Parkinson nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Mitarbeitende im Gesundheits- und Sozialwesen, die betroffene Menschen begleiten. Der Kurs unterstützt Sie dabei, fachliche Sicherheit zu gewinnen und die Lebensqualität von Menschen mit Parkinson aktiv zu fördern.
Durch die Kombination aus medizinischem Grundlagenwissen, praxisnahen Fallbeispielen und konkreten Handlungsempfehlungen bietet dieser Kurs eine wertvolle Grundlage für einen professionellen Umgang mit der Erkrankung.
Jetzt Fachwissen zu Parkinson erweitern
Vertiefen Sie Ihr Wissen über die Parkinson-Krankheit und lernen Sie, Menschen mit Parkinson kompetent, sicher und einfühlsam zu begleiten. Nutzen Sie dieses praxisnahe E-Learning, um Ihre Handlungssicherheit im Berufsalltag zu stärken und die Versorgung betroffener Menschen nachhaltig zu verbessern.
Ihre Vorteile im Überblick
- Praxisnahe Fallbeispiele aus dem Alltag von Menschen mit Parkinson
- Verständliche Erklärung von Ursachen, Symptomen und Therapien
- Konkrete Handlungsempfehlungen für die pflegerische Begleitung
- Ganzheitlicher Blick auf motorische und psychische Symptome
Sie möchten mehr zu unserem Kurs-Angebot erfahren? Eine Übersicht unserer zahlreichen E-Learning-Kurse finden Sie hier.
FAQ
Häufige Fragen zu unserem Kurs
Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu unserem Kurs. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!
Vermittelt der Kurs Grundlagen zur Entstehung der Parkinson-Krankheit?
Ja. Der Kurs erklärt verständlich die neurologischen Ursachen der Erkrankung sowie die Rolle von Dopamin und der Substantia nigra.
Behandelt der Kurs typische Symptome wie Freezing, Tremor und Schluckstörungen?
Ja. Die wichtigsten motorischen, vegetativen und sensorischen Symptome werden ausführlich erläutert und mit pflegerischen Unterstützungsmaßnahmen verknüpft.
Wird im Kurs auch auf psychische Belastungen eingegangen?
Ja. Themen wie Depressionen, Ängste, Halluzinationen und kognitive Einschränkungen werden praxisnah behandelt.
Zeigt der Kurs invasive medizinische Behandlungsverfahren im Detail?
Nein. Eskalationstherapien werden vorgestellt, der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem Verständnis der Verfahren und ihrer Bedeutung für die pflegerische Begleitung.
Mitwirkende
Prof. Dr. med. Georg Ebersbach
hat seine Ausbildung zum Facharzt für Neurologie an den Universitätskliniken Berlin und Innsbruck absolviert. Er leitet seit 1998 das Parkinsonzentrum in Beelitz-Heilstätten mit derzeit 104 Betten. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind die Pharmakotherapie der Parkinson-Erkrankung, übende Therapieverfahren und nicht-motorische Symptome bei Parkinson-Syndromen. Prof. Ebersbach war Vorstandsmitglied der Deutschen Parkinson-Gesellschaft von 2011 bis 2017. Er ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Parkinson-Fachkliniken e.V. und Vorstandsmitglied der Deutschen Parkinson-Stiftung. Er hat einen Lehrauftrag als außerplanmäßiger Professor im Fach Neurologie an der Charité Berlin. Prof. Ebersbach initiierte und betreut verschiedene Ausbildungsprojekte zur spezialisierten Übungstherapie und Pflege bei Parkinson.
Stefanie Trautmann
ist seit rund 15 Jahren im Gesundheitswesen tätig und hat als examinierte Altenpflegerin in verschiedenen Rollen überwiegend in der häuslichen Pflege gearbeitet. Während ihrer Zeit als Teamleitung in einer Tagespflege und später in einem ambulanten Pflegedienst, absolvierte sie die Weiterbildungen zur Pflegedienstleitung gem. §71 SGB XI und zur Qualitätsbeauftragten in der Pflege. Sie war als Qualitätsmanagerin im zentralen Qualitätsmanagement eines mittelständischen Pflegeunternehmens tätig. Über zwei Jahre war sie nebenberuflich als Dozentin beschäftigt und hat angehende Führungskräfte zu Themen im Bereich Fortbildungs- und Risikomanagement unterrichtet.
