





Kursdetails
- Kursdauer: 30 Minuten
- Fortbildungstyp: Fachfortbildung
- Geeignet für: Mitarbeitende im Gesundheitswesen
KI-Kompetenz im Gesundheitswesen aufbauen
KI-Anwendungen strukturieren Informationen, werten Daten aus, machen Auffälligkeiten sichtbar und unterstützen Dokumentation und Arbeitsabläufe in Gesundheitseinrichtungen. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen: Mitarbeitende müssen KI-Ergebnisse kritisch einordnen, sensible Gesundheitsdaten schützen und interne Vorgaben beachten.
Dieser Kurs vermittelt, was künstliche Intelligenz bedeutet, wie KI-Systeme grundsätzlich arbeiten und in welchen Bereichen sie im beruflichen Alltag eingesetzt werden. Im Mittelpunkt steht die sichere, reflektierte und verantwortungsvolle Nutzung von KI im Gesundheitswesen.
Grundlagen von KI im Gesundheitswesen
KI-Systeme verarbeiten Daten, erkennen Muster und erzeugen daraus Ausgaben, Vorschläge oder Einschätzungen. Sie verstehen Inhalte nicht wie Menschen. Sie arbeiten auf Grundlage von Daten, Modellen und Wahrscheinlichkeiten. Deshalb müssen ihre Ergebnisse immer fachlich geprüft und in den jeweiligen Kontext eingeordnet werden.
Der Kurs zeigt, welche Rolle Daten, Muster und Modelle spielen, warum Datenqualität entscheidend ist und wie aktuelle Kontextinformationen die Ergebnisse beeinflussen. So entwickeln Sie ein solides Grundverständnis dafür, was KI leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.
Anwendungsfelder von KI im Gesundheitswesen
Der Kurs stellt typische Einsatzfelder von KI im Gesundheitswesen vor. In der Diagnostik kann KI Auffälligkeiten in Bilddaten, Laborwerten oder Vitalparametern schneller sichtbar machen. In der Behandlungsplanung bündelt sie Informationen, strukturiert Optionen und gibt Hinweise auf mögliche Risiken.
Sie erfahren außerdem, wie KI in Dokumentation, Verwaltung und Informationsmanagement eingesetzt wird: etwa um gesprochene Informationen in Textentwürfe zu übertragen, große Datenmengen zu durchsuchen oder Angaben aus verschiedenen digitalen Systemen zusammenzuführen. Auch für Telemedizin und virtuelle Assistenten zeigt der Kurs, wie KI Informationen vorbereiten, Fragen strukturieren oder Erinnerungen bereitstellen kann.
Dabei vermittelt der Kurs eine klare Orientierung: KI unterstützt Prozesse, aber medizinische, pflegerische, therapeutische und organisatorische Entscheidungen bleiben Aufgabe der zuständigen Fachpersonen.
Chancen, Risiken und Verantwortung im Umgang mit KI
Der Kurs zeigt, wie Chancen und Risiken von KI im Gesundheitswesen realistisch einzuschätzen sind. KI kann Mitarbeitende entlasten, Informationen schneller verfügbar machen und Abstimmungen im Team unterstützen. Gleichzeitig können KI-Systeme falsche, unvollständige oder irreführende Ausgaben erzeugen. Bei generativer KI spricht man dabei von Halluzinationen.
Sie lernen außerdem, was Automation Bias bedeutet: das zu starke Vertrauen in technische Systeme, weil deren Ergebnisse plausibel wirken. Der Kurs schärft den Blick dafür, KI-Ausgaben nicht ungeprüft zu übernehmen, sondern sie anhand des konkreten Falls, des eigenen Fachwissens und verlässlicher Quellen zu bewerten.
Darüber hinaus behandelt der Kurs Bias und Fairness: Wenn Trainingsdaten unausgewogen oder verzerrt sind, können KI-Ergebnisse für bestimmte Personengruppen weniger zuverlässig sein. Sie erfahren, warum verantwortungsvolle Nutzung bedeutet, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und Auffälligkeiten zu melden.
Datenschutz, EU AI Act und freigegebene Systeme
Der Kurs vermittelt, warum Datenschutz beim Einsatz von KI im Gesundheitswesen eine zentrale Rolle spielt. Gesundheitsdaten dürfen nur dann in KI-Systeme eingegeben oder durch diese verarbeitet werden, wenn dies zulässig, für den jeweiligen Zweck vorgesehen und das System dafür freigegeben ist.
Sie erhalten außerdem eine grundlegende Orientierung zum EU AI Act. Der europäische Rechtsrahmen betont die Bedeutung von KI-Kompetenz, auch AI Literacy genannt: Wer mit KI-Systemen arbeitet, soll verstehen, wie diese genutzt werden, welche Grenzen sie haben und welche Risiken entstehen können.
Der Kurs unterstützt damit den praxisnahen Aufbau einer reflektierten KI-Kompetenz.
Lernziele
Nach Abschluss des Kurses können Sie:
- beschreiben, was künstliche Intelligenz ist und wie KI-Systeme grundsätzlich arbeiten.
- typische Anwendungsfelder von KI in Gesundheitseinrichtungen nennen.
- Chancen, Grenzen und Risiken von KI im Gesundheitswesen einordnen.
- erklären, warum KI-Ergebnisse fachlich geprüft und interne Vorgaben beachtet werden müssen.
Ihr Nutzen für den Berufsalltag
Der Kurs stärkt Ihre Sicherheit im Umgang mit KI-Anwendungen im Gesundheitswesen. Sie lernen, technische Möglichkeiten realistisch einzuschätzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und sensible Daten verantwortungsvoll zu behandeln.
Bauen Sie Ihr Grundlagenwissen zu KI im Gesundheitswesen gezielt aus, um Anwendungen reflektiert einzuordnen, interne Vorgaben sicher zu beachten und Ihre Handlungssicherheit im digitalen Gesundheitswesen zu stärken.
Ihre Vorteile im Überblick
- Grundlegende Einführung in KI, Daten, Muster und Modelle
- Praxisnahe Beispiele für KI-Anwendungen in Gesundheitseinrichtungen
- Sensibilisierung für Datenschutz, Halluzinationen, Bias und Automation Bias
- Orientierung zu KI-Kompetenz und EU AI Act
- Klare Abgrenzung zwischen KI-Unterstützung und menschlicher Verantwortung
FAQ
Häufige Fragen zu unserem Kurs
Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu unserem Kurs. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!
Vermittelt der Kurs technisches Wissen zur Entwicklung von KI-Systemen?
Nein. Der Kurs richtet sich an Mitarbeitende im Gesundheitswesen und vermittelt Grundlagen für die sichere Einordnung und Nutzung von KI, nicht für die technische Entwicklung.
Behandelt der Kurs Datenschutz beim Einsatz von KI?
Ja. Der Kurs thematisiert sensible Gesundheitsdaten, freigegebene Systeme, interne Vorgaben und die Frage, wann Daten in KI-Systemen verarbeitet werden dürfen.
Wird im Kurs gezeigt, wo KI in Gesundheitseinrichtungen eingesetzt werden kann?
Ja. Der Kurs behandelt unter anderem Diagnostik, Befundunterstützung, Dokumentation, Verwaltung, Informationsmanagement, Telemedizin und virtuelle Assistenzsysteme.
Zeigt der Kurs, wie KI medizinische Entscheidungen eigenständig treffen kann?
Nein. Der Kurs macht deutlich, dass KI Hinweise geben und Prozesse unterstützen kann. Die fachliche Verantwortung bleibt bei den zuständigen Menschen.
Mitwirkende
Stephan Butzke
war mehrere Jahre als Krankenpfleger in der ambulanten Pflege tätig. Er erwarb den akademischen Grad Magister Artium in Germanistik an der Freien Universität Berlin. Nach seinem Studium arbeitete er als Texter, Lektor und Redakteur in der Unternehmenskommunikation großer Sozial- und Gesundheitsunternehmen – z. B. der Johannesstift Diakonie und der Berliner Stephanus-Stiftung. Bevor er als Fachautor 2022 ins Relias-Team kam, schrieb er freiberuflich für die Patientenedukation in bariatrischen und thoraxchirurgischen Kliniken, in Adipositaszentren sowie für eine psychoonkologische Gesundheits-App.
Robert Rath
war als examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger über 7 Jahre in der stationären Pflege an der Berliner Charité beschäftigt. Dort arbeitete er im Fachbereich Hämatologie und Onkologie und war spezialisiert auf die Versorgung von chronischen Wunden und die praktische Anleitung von Auszubildenden und Praktikanten. Zusätzlich hat Herr Rath 3 Jahre lang Gesundheitswissenschaften an der Charité studiert und den akademischen Grad Bachelor of Science erworben. Gelegentlich war er Lehrbeauftragter für das Thema Wundversorgung im Studiengang Bachelor of Nursing der Evangelischen Hochschule Berlin. Derzeit leitet er den Bereich der Kursentwicklung bei Relias.