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Arbeitsschutz für Führungskräfte

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Kursdetails

Im E-Learning-Kurs „Arbeitsschutz für Führungskräfte“ geht es um weit mehr als das Einhalten gesetzlicher Vorgaben: Es geht um Verantwortung, Sicherheit und Vorbildfunktion. In allen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens stehen Führungskräfte im Spannungsfeld zwischen Personalengpässen, Zeitdruck und anspruchsvollen Anforderungen. Umso wichtiger ist es, den Arbeitsschutz aktiv zu gestalten – für sich selbst, für das Team und für alle Menschen, die in der Einrichtung betreut oder behandelt werden. 

Dieser Kurs sensibilisiert Sie dafür, welche Rechte und Pflichten im Arbeitsschutz mit Ihrer Position als Führungskraft verbunden sind. Sie erfahren, wie Sie Pflichten rechtssicher delegieren, welche Konsequenzen Pflichtverletzungen haben können und wie Sie eine gelebte Sicherheitskultur im Arbeitsalltag etablieren. 

Arbeitsschutz geht alle an – und beginnt bei der Leitungsebene. Gerade Führungskräfte setzen entscheidende Impulse für die Sicherheit am Arbeitsplatz. Nutzen Sie diesen Kurs, um Ihr Wissen aufzufrischen, Ihre Handlungssicherheit zu stärken und das Vertrauen Ihres Teams zu festigen. 

Ihre Rolle im Arbeitsschutz: Aufgaben, Pflichten, Vorbildfunktion 

Der Kurs vermittelt fundiertes Wissen über die rechtlichen Grundlagen des Arbeitsschutzes, darunter das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die DGUV Vorschriften sowie relevante Verordnungen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Verantwortung tragen Sie als Führungskraft konkret? 

Eine effektive Arbeitsschutzorganisation zeichnet sich dadurch aus, dass klare Strukturen und Verantwortlichkeiten etabliert werden. Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, eine solche Organisation aufzubauen und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen unter anderem die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, die Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung sowie die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeitenden. Die Führungsebene übernimmt in diesem Rahmen operative Aufgaben: Sie setzt Maßnahmen um, kontrolliert deren Einhaltung, leitet bei akuten Gefährdungen geeignete Schutzmaßnahmen ein und fungiert als Vorbild im Umgang mit Sicherheitsvorgaben. 

Bei der Delegation von Arbeitsschutzpflichten müssen sowohl Arbeitgeber als auch Führungskräfte sicherstellen, dass die beauftragten Personen fachlich und persönlich geeignet sind, über die nötigen Befugnisse verfügen und ausreichend unterwiesen wurden. Eine schriftliche Dokumentation der Delegation ist dabei essenziell. Wichtig ist: Die Verantwortung bleibt auch bei delegierten Aufgaben erhalten – insbesondere im Hinblick auf Auswahl, Organisation, Kontrolle und Meldung. 

Verstöße gegen Arbeitsschutzpflichten können gravierende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Diese reichen von arbeitsrechtlichen Maßnahmen wie Abmahnung und Kündigung über Bußgelder bis hin zu strafrechtlicher Haftung bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Besondere Bedeutung hat dabei der Grad der Fahrlässigkeit, denn je gröber die Pflichtverletzung, desto gravierender die Konsequenzen. Deshalb ist es entscheidend, die eigene Verantwortung ernst zu nehmen und Arbeitsschutz aktiv zu gestalten. 

Zahlreiche Praxisbeispiele veranschaulichen, wie Sie als Führungskraft Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz aktiv fördern können – etwa durch gezielte Unterweisungen, das Erkennen von Gefährdungen oder durch ein konsequentes Vorleben der Schutzregeln. 

Lernziele des Kurses 

Nach Abschluss des Kurses können Sie: 

  • beschreiben, welche Arbeitsschutzpflichten sich aus Ihrer Rolle als Führungskraft ergeben. 
  • Beispiele geben, welche Pflichten an andere delegiert werden dürfen. 
  • benennen, wer Sie im Arbeitsschutz unterstützen kann (z. B. Sicherheitsbeauftragte, betriebsärztliches Personal). 
  • erklären, welche Konsequenzen Verstöße gegen Arbeitsschutzpflichten haben können. 

Delegation und Kontrolle: Pflichten weitergeben – aber richtig 

Eine wichtige Erkenntnis dieses Kurses lautet: Auch delegierte Arbeitsschutzpflichten entbinden nicht von der Verantwortung. Ob Arbeitgeber oder Führungskraft – wer Aufgaben weitergibt, muss sicherstellen, dass die beauftragte Person fachlich geeignet ist, entsprechend eingewiesen wurde und über die notwendigen Befugnisse verfügt. 

Die Inhalte orientieren sich an den zentralen gesetzlichen Grundlagen wie § 13 ArbSchG und DGUV Vorschrift 1. Sie lernen, wie Sie Delegationsketten strukturieren, Verantwortlichkeiten klar definieren und Ihre Kontrollpflichten wirksam wahrnehmen. Damit schaffen Sie nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch Vertrauen im Team. 

Starke Sicherheitskultur: Ihre Führung macht den Unterschied 

Führungskräfte sind Vorbilder. Ihr Verhalten prägt die Sicherheitskultur Ihrer Einrichtung. Der Kurs zeigt, wie Sie durch wertschätzende Kommunikation, klare Anweisungen und konsequente Vorbildfunktion Sicherheit und Gesundheit nachhaltig fördern. Auch Meldepflichten, Informationsweitergabe und das aktive Einfordern von Schutzstandards gehören zu Ihrem Handlungsfeld. 

Das erwartet Sie in dem Kurs

  • Rechtliche Grundlagen und Handlungssicherheit für Führungskräfte 
  • Delegation von Pflichten praxisnah und rechtssicher gestalten 
  • Konkrete Fallbeispiele und Anwendungstipps zum Arbeitsschutz 
  • Sensibilisierung für Sicherheitsrisiken und Konsequenzen bei Verletzung von Arbeitsschutzbestimmungen 
  • Stärkung der Sicherheitskultur durch klares Führungsverhalten

 

Verinnerlichen Sie Ihre Verantwortung im Arbeitsschutz! Schaffen Sie vertrauen und Sicherheit durch kompetente Führung und Handlungsstärke beim Arbeitsschutz. 

Verantwortliche Personen für den Kursinhalt

Tino Neitz

ist Diplom-Ingenieur für Sicherheitstechnik und Fachkraft für Arbeitssicherheit. Er verfügt über 17 Jahre Erfahrung als Fachkraft für Arbeitssicherheit, davon 11,5 Jahre bei einem überbetrieblichen Dienst mit der schwerpunktmäßigen arbeitssicherheitstechnischen Betreuung von Unternehmen der Gesundheitsbranche sowie der produzierenden Industrie und der Luftfahrt. 

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Relias e-Learning Carolina Okbay Kontakt
Carolina Brügmann-Okbay

studierte Übersetzungswissenschaften mit der Sprachkombination Deutsch, Spanisch und Englisch, wobei sie sich im Ergänzungsfach für eine medizinische Ausrichtung entschied. Nach langjähriger Erfahrung als Übersetzerin und Lektorin für diverse Unternehmen und Auftraggeber, erkundete sie neue Ufer und absolvierte eine Qualifizierung im Bereich E-Learning für Erwachsene. Letzteres ermöglichte ihr, Einblicke in die neuesten Erkenntnisse aus der Pädagogik und Lernpsychologie zu gewinnen, diese mit ihrem linguistischen Wissen zu verknüpfen und bei der Erstellung von Lehrmaterialien umzusetzen. Sie hat zudem eine Zertifikats-Weiterbildung für „Leichte und Einfache Sprache“ durchlaufen und verfasst auch leicht verständliche Texte zur Förderung der Inklusion und Teilhabe. 

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FAQ

Häufige Fragen zu unserem Kurs

Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu unserem Kurs. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Vermittelt der Kurs auch rechtliche Grundlagen des Arbeitsschutzes?

Ja, der Kurs basiert auf dem Arbeitsschutzgesetz, der DGUV Vorschrift 1 sowie weiteren relevanten Regelwerken und zeigt die rechtlichen Rahmenbedingungen für Führungskräfte auf. 

Ja, der Kurs stellt unterstützende Personengruppen im Arbeitsschutz vor und zeigt, wie Sie als Führungskraft mit diesen kooperieren können.

Ja, Gefährdungsbeurteilungen sind ein zentrales Thema des Kurses, insbesondere in Bezug auf die Rolle der Führungskräfte bei ihrer Erstellung und Umsetzung.

Nein, psychische Belastungen werden nicht explizit thematisiert. Der Fokus liegt auf den allgemeinen Pflichten und Strukturen des Arbeitsschutzes.

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