Impulse für Verantwortliche im Gesundheitswesen
Wissensmanagement im Gesundheitswesen
Damit Wissen im Alltag wirksam bleibt. Hier finden Sie Einordnungen und Handlungsansätze zum Wissensmanagement im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt stehen Führung, Kompetenzentwicklung und Qualitätsverantwortung mit der Frage: Wie muss Lernen und Wissen systemisch organisiert werden, um Versorgung nachhaltig zu sichern?
Warum Handlungsbedarf besteht
Wenn Wissen geht, leidet Qualität
Fachkräftemangel, Fluktuation, Digitalisierung und steigende regulatorische Anforderungen erhöhen den Druck auf Organisationen im Gesundheitswesen. Wenn Rollen wechseln und Prozesse sich verändern, entsteht schnell eine Lücke zwischen vorhandenem Wissen und dem, was im Alltag tatsächlich ankommt.
Wir zeigen, wie Entscheider*innen Wissensmanagement strategisch angehen können – mit Impulsen aus dem Buch Wissensmanagement im Gesundheitswesen – Zukunftsfähige Strategien für Qualitätsversorgung und vertiefenden Fachinhalten.
- Für Entscheider*innen in Pflege, HR, QM und Compliance
- Perspektiven aus Praxis, Management und Wissenschaft
- Von der Haltung zur Umsetzung im Organisationsalltag
Lesen Sie hier mehr darüber, warum das Gesundheitswesen Wissensaufbau und Wissenssicherung als Führungsentscheidung behandeln muss.
Sechs zentrale Handlungsfelder im Wissensmanagement
Wissensmanagement strategisch denken
Wissensmanagement im Gesundheitswesen ist weder ein IT-Projekt noch eine Erweiterung klassischer Weiterbildung. Es geht darum, Wissen strukturell über Führung, Prozesse, Kompetenzmodelle und Kultur hinweg in Organisationen zu verankern.
Relias versteht Wissensmanagement deshalb als Organisationsaufgabe mit klar definierten Handlungsfeldern. Sie zeigen, wo Verantwortung verankert, Kompetenzen gesteuert und Qualität nachhaltig gesichert werden muss.
Führung & Verantwortung
Wissensmanagement ist Führungsaufgabe. Entscheidend ist, wie Verantwortung für Kompetenz, Lernen und Qualität auf Leitungsebene operativ und strategisch verankert wird.
Lernen & Kompetenz
Weiterbildung allein genügt nicht. Organisationen müssen Kompetenzen systematisch entwickeln, sichtbar machen und in den Arbeitsalltag integrieren, damit Lernen tatsächlich wirksam wird.
Pflege & Wissenstransfer
In der Pflege ist viel Wissen vorhanden: z. B. in der Expertise von Pflegefachpersonen. Doch dieses Wissen wird nicht automatisch so weitergegeben, dass es organisationsweit wirksam wird.
QM & Compliance
Qualitätsmanagement und Compliance sichern Standards – wirksam werden sie jedoch erst, wenn Mitarbeitende die erforderlichen Kompetenzen nachweislich besitzen und im Alltag anwenden können.
Digitalisierung als Enabler
Technologie allein verbessert keine Qualität. Erst wenn digitale Lösungen in bestehende Abläufe, Rollen und Qualitätsanforderungen eingebunden sind, unterstützen sie wirksam das Wissensmanagement.
Organisation & Kultur
Wissensmanagement scheitert selten an fehlenden Ideen. Wirkung entsteht, wenn es strukturell in Rollen, Routinen und Ressourcenplanung verankert ist.
Der Sammelband
Impulse aus Praxis & Wissenschaft
Die hier dargestellten Perspektiven basieren auf Beiträgen aus Führung, Pflege, Wissenschaft und Organisationsentwicklung. Der Sammelband Wissensmanagement im Gesundheitswesen, herausgegeben von Adrian Thiessen (Relias Learning GmbH) und Carla Eysel (Charité Berlin), bündelt Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens, mit dem Ziel, Wissensmanagement strukturell zu verankern.
„Unsere gemeinsame Überzeugung: Wissensmanagement – verstanden als Zusammenspiel von Bildung, Kompetenzen, Kultur, Struktur und Technologie – gehört in das Zentrum operativer und strategischer Steuerung und ist damit Vorstandsaufgabe“ (Thiessen & Eysel, 2025, Vorwort)
Wissensmanagement ist Führungsaufgabe
Die Herausgeber von „Wissensmanagement im Gesundheitswesen"
Adrian Thiessen
führt als Geschäftsführer die Relias Learning GmbH von einem reinen E-Learning-Anbieter zu einer umfassenden Plattform für Compliance- und Wissensmanagement im Gesundheits- und Sozialwesen. Zuvor war er bei der Bertelsmann Education Group als Director Strategy & Business Development tätig und verantwortete Strategie-, M&A- und Integrationsprojekte. Er ist Fellow der Association of Chartered Certified Accountants und hält einen MBA der Universität St. Gallen.
Carla Eysel
ist seit November 2020 als Vorstand Personal und Pflege Mitglied des Vorstandes der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Bevor sie zur Charité kam, machte Carla Eysel Karriere in den Bereichen der Entsorgungs- und Kreislaufwirtschaft und der technischen Überwachung. Zuletzt war sie Chief Executive Officer der ALBA Europe Holding und Teil des Verwaltungsrates der ALBA SE. Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt im Bereich Personal, Tarifrecht, in Themen der Strategieentwicklung und -umsetzung und im Change-Management. Carla Eysel hat Rechtswissenschaften an den Universitäten Tübingen und Regensburg studiert und hat einen Masterabschluss in International Management der University of East London. Sie wohnt in Berlin, ist verheiratet und hat eine Tochter.
Kernaussagen der Autor*innen
Stimmen aus dem Sammelband













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Wissen wirksam organisieren – Qualität nachhaltig sichern
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