





Kursdetails
- Kursdauer: 30 Minuten
- Fortbildungstyp: Fachfortbildung
- Geeignet für: Mitarbeitende in Pflege, Eingliederungshilfe und Kinder- und Jugendhilfe
Alkoholkonsum verstehen und alkoholbezogene Störungen besser einordnen
Alkohol ist gesellschaftlich weit verbreitet. Gleichzeitig kann sein Konsum gesundheitliche Risiken und unterschiedliche alkoholbezogene Störungen mit sich bringen. Für Mitarbeitende im Gesundheits- und Sozialwesen ist es deshalb wichtig, verschiedene Konsumformen einordnen und typische Merkmale einer Alkoholabhängigkeit verstehen zu können.
Dieser Kurs vermittelt Ihnen grundlegendes Wissen über alkoholbezogene Störungen. Anhand eines praxisnahen Fallbeispiels erfahren Sie, wie sich problematischer Alkoholkonsum entwickeln kann, welche körperlichen, psychischen und sozialen Folgen möglich sind und welche Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dabei wird Alkoholabhängigkeit als behandelbare Erkrankung betrachtet und ein respektvoller, nicht stigmatisierender Umgang mit Betroffenen unterstützt.
Inhalte und Ziele des Kurses
Sie lernen zunächst verschiedene Formen des Alkoholkonsums und alkoholbezogene Störungen kennen. Dazu gehören riskanter und schädlicher Konsum, Alkoholabhängigkeit und die akute Alkoholintoxikation. Anschließend erfahren Sie, wie biologische, psychische und soziale Faktoren bei der Entstehung einer Alkoholabhängigkeit zusammenspielen können.
Der Kurs erläutert typische Merkmale einer Alkoholabhängigkeit, darunter beeinträchtigte Kontrolle, starkes Verlangen, Toleranzentwicklung und Entzugssymptome. Darüber hinaus erhalten Sie einen Überblick über mögliche Auswirkungen auf Körper, Psyche, Denken und soziales Leben. Abschließend lernen Sie wichtige Behandlungs- und Unterstützungsangebote wie Beratung, Entzug, Entwöhnung, Psychotherapie und Selbsthilfe kennen.
Rechtliche Grundlagen und Richtlinien
Die Kursinhalte orientieren sich an der S3-Leitlinie „Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen“ sowie an Fachinformationen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Beachten Sie zusätzlich die Vorgaben und Handlungsleitlinien Ihrer Einrichtung.
Lernziele im Überblick
Nach Abschluss des Kurses können Sie:
- verschiedene Formen des Alkoholkonsums und alkoholbezogene Störungen voneinander unterscheiden,
- erklären, welche Faktoren zur Entstehung einer Alkoholabhängigkeit beitragen können,
- typische Anzeichen einer Alkoholabhängigkeit erkennen,
- mögliche Auswirkungen von Alkohol auf Körper, Psyche und Alltag beschreiben,
- wichtige Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten benennen.
Ihr Nutzen aus dem Kurs
Sie gewinnen ein grundlegendes Verständnis dafür, wie alkoholbezogene Störungen entstehen und sich zeigen können. Dieses Wissen hilft Ihnen, unterschiedliche Konsumformen und mögliche Folgen besser einzuordnen. Zugleich unterstützt der Kurs eine professionelle und respektvolle Sicht auf Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit.
Ihre Vorteile im Überblick
- Kompakter Einstieg in alkoholbezogene Störungen
- Praxisnahes Fallbeispiel
- Verständliche Darstellung zentraler Fachbegriffe
- Überblick über Folgen sowie Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
- Fokus auf einen respektvollen, nicht stigmatisierenden Umgang
Sie möchten mehr zu unserem Kurs-Angebot erfahren? Eine Übersicht unserer zahlreichen E-Learning-Kurse finden Sie hier.
FAQ
Häufige Fragen zu unserem Kurs
Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu unserem Kurs. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie eine persönliche Beratung wünschen. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!
Für wen ist der Kurs geeignet?
Der Kurs richtet sich an Mitarbeitende in Pflege, Eingliederungshilfe und Kinder- und Jugendhilfe, die Menschen mit alkoholbezogenen Problemen im beruflichen Alltag begegnen können.
Benötige ich Vorkenntnisse?
Nein. Der Kurs vermittelt grundlegendes Wissen und führt verständlich in das Thema ein.
Welche Themen behandelt der Kurs?
Sie erfahren unter anderem, wie sich riskanter Konsum, schädlicher Konsum und Alkoholabhängigkeit unterscheiden, wie eine Alkoholabhängigkeit entstehen kann und welche Merkmale und Folgen damit verbunden sein können. Außerdem erhalten Sie einen Überblick über Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten.
Geht es in dem Kurs darum, wie ich bei Betroffenen konkret handeln soll?
Der Schwerpunkt liegt auf dem Verstehen und Einordnen alkoholbezogener Störungen. Der Kurs vermittelt Grundlagen zu Entstehung, Merkmalen, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten.
Mitwirkende
Nora Will
absolvierte 2014 ihre Ausbildung zur examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerin. Anschließend war sie im Bereich Palliativmedizin und im Maßregelvollzug mit nach § 64 StGB untergebrachten Frauen tätig. Seit 2019 leitet Frau Will den Bereich für Suchtmedizin in einer Psychiatrischen Klinik. Dieser gliedert sich in eine offen geführte Station für den qualifizierten Entzug von Alkohol und Tranquilizern und Behandlung von Doppeldiagnosen, sowie eine beschützte Station für den qualifizierten Entzug von illegalen Drogen, Beikonsumentgiftung und Substitution und Behandlung von Doppeldiagnosen. Sie studiert aktuell zusätzlich Pflegemanagement an der Hamburger Fernhochschule.
Susanne Weigel-Siflinger
ist ausgebildete zahnmedizinische Fachangestellte. Nach ihrem Studium der Pädagogik/Bildungswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität war sie in verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern tätig, darunter der Elementarbereich, die Eingliederungshilfe sowie die Familienhilfe mit geflüchteten Menschen. In ihrer letzten Position übernahm sie die übergeordnete Gruppenleitung zweier inklusiver Wohngemeinschaften der Lebenshilfe. Derzeit ist sie Fachautorin bei Relias.
